Kommunikation und Disruption ist die Lösung für den Fachkräftemangel

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  1. Einleitung
  2. Die aktuelle Situation des Fachkräftemangels in Deutschland
  3. Die Ursachen des Fachkräftemangels
  4. Kommunikation als Lösung für den Fachkräftemangel
  5. Wie können Unternehmer die Kommunikation verbessern?
  6. Disruption im eigenen Betrieb starten
  7. Mitarbeiter mitnehmen und gemeinsam Zukunft gestalten
  8. Fazit

Die Kommunikation im Unternehmen verbessern und Disruption gutheißen. Das in Kombination ist aus meiner Sicht die Lösung um ungehindert Wachstum zu generieren und nachhaltig am Markt bestehen zu können.

Lassen Sie mich das erklären:

Ich bin Geschäftsführerin einer kleinen Buchhaltungskanzlei. In den meisten Digitalisierungsstudien steht unsere Branche auf Platz 2 oder 3 auf dem Treppchen der Disruptions-Berufe.

Buchhalter werden immer gesucht und vielleicht suchen Sie auch jemanden für diesen Job und denken ich „spinne“.

Ich habe das Thema sehr ernst genommen, weil Buchhaltung zu mehr als 90% Wiederholung ist und damit prädestiniert für die KI (künstliche Intelligenz). Seit mehreren Jahren sind wir nur noch digital und virtuell am Markt unterwegs.

Der Fachkräftemangel war auch lange Zeit eine wahnsinnige Herausforderung für mich. Es gab Momente, da war man froh, wenn sich überhaupt jemand auf eine Jobanfrage gemeldet hat. Jetzt habe ich dieses Thema nicht mehr!

Die aktuelle Situation des Fachkräftemangels in Deutschland

Deutschland steckt mitten in einem Fachkräftemangel. Unternehmer und Führungskräfte klagen über einen Mangel an qualifizierten Bewerbern für offene Stellen. Laut einer Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) fehlen in Deutschland bereits jetzt (Stand 08.2022) 1,5 Millionen Fachkräfte.

Dieser Mangel wird sich in den kommenden Jahren noch weiter verschärfen, da die Baby-Boomer-Generation in den Ruhestand tritt. Ab 2023 wird es mehr Stellen als Mitarbeiter geben. Und das nur linear gesehen!

Die Ursachen des Fachkräftemangels sind vielfältig. Zu den Hauptgründen zählen ein abnehmender Zuwachs an Erwerbstätigen, ein Anstieg der Erwerbsbeteiligung von Frauen und Migranten sowie ein Rückgang der Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte.

Der abnehmende Zuwachs an Erwerbstätigen sind die 30 % weniger Baby-Boomer, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Dieser Umstand kann aufgefangen werden, weil einige Berufe wegfallen. Disruptions-Jobs werden laut den meisten Statistiken mit rund 13%-15% eine Rolle spielen.

Somit gibt es nach meiner sehr stark vereinfachten Rechnung noch rund 15%, die es zu händeln gilt.

Eine Lösung für den Fachkräftemangel ist die Verbesserung der Kommunikation – lt. KPMG sind Reibungsverluste bis zu 19% durch Fehler in der Kommunikation „Gang und Gebe!“

Meine – ich gebe noch einmal zu – stark vereinfachte Milchmädchenrechnung würde damit wie folgt aussehen:

Babyboomer Rentner                – 30%

Wegfall von Disruptions-Jobs    +15%

Weniger Reibungsverluste         +15%   gleicht das Ganze irgendwie dann aus.

Natürlich ist mir klar, dass das nicht so einfach geht und hier einiges getan werden muss, um überhaupt in diese Richtung gehen zu können.

Zurück zu meiner Umstrukturierung: Meine Personalkosten sind um 65% gesunken, mein Ergebnis um 29% gestiegen, weil wir das Thema absolut ernst genommen haben.

Als größte Baustelle sehe ich die mangelnde Flexibilität in den Unternehmen. Einleuchtend ist das vielleicht noch bei Konzernen, die eine mega Struktur haben und es viel Anstrengung bedeutet, da etwas zu ändern.

Aber auch KMU Betriebe sind – trotz des Digitalisierungsschubes Corona – noch unflexibel und wenig bereit auf vorhandene Strukturen zu verzichten. Schon die Umstellung Rechnungen auf E-Mail umzustellen, hat bei unseren Mandanten zu Problemen geführt. Kaum zu glauben, oder?

Aber so lange die Menschen „noch“ günstiger sind als Strukturänderungen und Investitionen für Maschinen, Systeme, Roboter wird sich da bei uns wohl noch nicht so viel tun. Obwohl jedem klar ist, dass die Investition nur einmalig zu Beginn Energie im Unternehmen erfordert.

Kommunikation als Lösung für den Fachkräftemangel

Kommunikation ist ein entscheidender Faktor, um den Fachkräftemangel in Deutschland und in den Unternehmen sofort zu bekämpfen. Und gleichzeitig kostet es auch am Wenigsten.

Außerdem ist es „Perlen vor die Säue“ geworfen, wenn man die moderne Kommunikations-Kultur nicht vorher klärt.

Die neuen Generationen (X;Y und Z) – unsere jetzigen und zukünftigen Mitarbeiter – sind anders gestrickt! Es geht mehr um Sinn als um Geld. Doch in Unternehmen wird i. d. R. nur über Geld und Position geredet.

Noch etwas:

92 % aller Konflikte in Betrieben entstehen durch Fehler in der Kommunikation. Mehr als die Hälfte aller Mitarbeiter kündigen innerlich aufgrund von Kommunikationsbaustellen mit der Chef-Etage.

Sich darum zu kümmern, sollte in jedem Unternehmen eine hohe Priorität haben.

Wie können Unternehmer die Kommunikation verbessern?

Unternehmer müssen ihre Kommunikationsstrategien verbessern, um attraktiver für Fachkräfte zu werden. Aber was genau müssen sie tun?

Machen Sie sich mehr Gedanken zu den Persönlichkeiten der Mitarbeiter – finden Sie heraus, was sie wirklich brauchen. Und entscheiden sie dann, ob die richtigen Mitarbeiter an der richtigen Stelle sind. Damit beugen Sie das Thema innere Kündigung vor. Ein 10 Minuten Test hilft sofort und verbessert die Kommunikation auf einmalige Art- und Weise.

61% der jungen Mitarbeiter sind wechselwillig und haben Abwanderungsgedanken. Sobald die richtige Ansprache kommt, stellen sie sich woanders vor. Nur noch mal um es ganz deutlich zu sagen: jeder zweite will weg!

Es gibt jetzt schon unglaublich viele Anbieter, die sich genau darauf spezialisieren.

Meine Empfehlung:

Fangen Sie an ihre Mitarbeiter besser zu verstehen und ihnen wenig Gründe zum Wechseln zu geben. Das kostet weniger als eine social media Kampagne und ist dabei viel stressfreier!

Alle meine Mitarbeiter sind im Home-Office beschäftigt (mein Standort nur noch von fiskalischer Relevanz) und lieben es! Und das geht nur, wenn man weiß, welche Mitarbeiter Home-Office lieben!

Disruption im eigenen Betrieb starten

Unsere Bequemlichkeit lässt uns vergessen, das alle „stumpfen“ Tätigkeiten ein KI – Thema ist. Also alles was immer und immer wiederholt wird, kann mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ein Roboter machen. Diese Tätigkeiten müssen unter die Lupe genommen werden

Das beginnt im Sekretariat und endet mit Produktions- und Versandroboter.

Robos und Systeme dafür gibt es mit großer Wahrscheinlichkeit schon. Leider wird es viel zu selten  umgesetzt.

Denken Sie gemeinsam mit ihren Mitarbeitern nach. Und fragen, welche langweiligen und körperlich anstrengenden Arbeiten man durch Roboter ersetzen könnte.

Vorsicht: Nehmen Sie ihnen die Angst vor dem Arbeitsplatzverlust.

Deswegen: Mitarbeiter mitnehmen und gemeinsam Zukunft gestalten

Und wenn man jetzt einen Plan ausarbeiten würde, dass alles integriert ist man schon einen ganz, ganz großen Schritt weiter.

Unsere Kanzleiumstellung hat genau 2 Jahre gedauert. Im ersten Jahr haben wir uns digitalisiert und im zweiten Jahr unsere Mandanten.

War das einfach? Nein im Gegenteil, es hatte viel mit aus der Komfortzone rausgehen zu tun. Schreikrämpfe, wenn Systeme nicht das tun, was man ihnen sagt. Ständiges argumentieren, warum es trotzdem die Lösung ist. Die Mitarbeiter immer wieder mitnehmen und nicht mit den Problemen (die man ja auch noch nie gelöst hat) alleine lassen kostet enorm viel Energie.

Vielleicht denken sie jetzt, das ist mir zu anstrengend – und ich kann das verstehen.

Doch was ist die Alternative, wenn es keine Mitarbeiter mehr gibt, die den Job machen sollen? Da bleiben wo man gerade steht? Stillstand? Abwarten, bis es einfacher wird?

Ich bin gespannt, wie sie darüber denken. Tauschen Sie Ihre Meinungen und Lösungen mit uns in den Kommentaren aus.