Im Business mehr Gefühle zeigen?

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Julia Engelmann sagt in ihrem Poetry Slam:

„Eines Tages Baby werden wir alt sein, oh Baby – werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können… „

Das sind die großen Fragen, die wir uns stellen, oder? Insbesondere zum Jahresauftakt!

  • Was zählt wirklich?
  • Was hätte ich besser machen sollen?
  • Hat mein Leben einen Unterschied gemacht?
  • Welchen Sinn hatte mein Leben überhaupt?

In dem Buch „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ von Bronnie Ware schreibt die Autorin, die lange in der Palliativpflege beschäftigt gewesen ist, darüber sehr ausführlich.

Interessanterweise kann man das „was man hätte machen können“ auf 5 Punkte reduzieren. 5 Dinge, die am Ende des Lebens zählen. Das ist nicht so viel, oder?

Einen Punkt davon möchte ich in den Fokus meines heutigen Blogs bringen – das Thema „Gefühle“. Auch für mich ein schwieriges Thema!

  • Gefühle zeigen im „Business-Kontext“?
  • Wie wirkt das auf andere?
  • Wirkt man dann schwach?
  • Macht man sich angreifbar?

Die Autorin schreibt auch: Viele Menschen stören sich im Rückblick daran, dass sie Gefühle zurückhielten; aus Angst zum Beispiel, um die scheinbare Harmonie nicht zu stören, weil sie sich nicht exponieren wollten oder um in Frieden mit anderen zu leben. Bronnie Ware beobachtete auch, dass viele dieser Leute aufgrund ihrer Verbitterung Krankheiten entwickelten. Erschreckend – Gefühle zurückhalten = krank werden!

In unserer Trainingsmethode für Führungskräfte gehen wir dieses Thema an. Menschen die für uns arbeiten, bringen Ihre Emotionen mit an den Arbeitsplatz! Auch wenn jetzt der ein oder andere aufschreit: da gehören sie aber nicht hin –  ist das nicht möglich! „Gefühle abschalten“ geht so einfach nicht (und ist aus meiner Sicht auch nicht nötig).

Das Thema Gefühle ist in der Gfk (gewaltfreie Kommunikation) ein Wegweiser. Sie sagen dir „ändere etwas!“ (unangenehme Gefühle) oder „lass es so!“ (angenehme Gefühle). Und im Businesskontext kann man das auch monetär ausdrücken!

Zurück zu Julia Engelmann: es geht also nicht nur um „Geschichten, die wir erzählen könnten“ sondern auch um Gefühle, die wir zeigen sollten!?

Ich habe mich – einfach weil der Poetry Slam so super ist – von Julia Engelmann inspirieren lassen und den Text etwas umgewandelt:

Eines Tages – Baby – werden wir alt sein und von all den Gefühlen sprechen, die wir uns nicht getraut haben zu zeigen!

Ich – ich bin Meisterin im Verdrängen und nicht „hinschauen wollen“. Ich bin manchmal wie ein Kleinkind, wenn es um Erinnerungen geht!

Ich lass mich berühren von Gefühlen, wenn andere sie zeigen.