10
2021

Kommunikation im Wandel

Die Unternehmenskommunikation ist ein wichtiger Teil der Unternehmenskultur und befindet sich, ähnlich wie die externe Kommunikation in einem kontinuierlichen und kulturellen Wandel. Der digitale Schub, Veränderungsprozesse aus der Coronakrise, aber auch andere Krisen erfordern ein Überdenken der eigenen Kommunikationsstrategie.

Interne Kommunikation

Nicht zuletzt die weltweite Corona-Pandemie hat die teils erheblichen Defizite der internen Kommunikation im Unternehmen aufgezeigt.

Zahlreiche Betriebe hatten beziehungsweise haben große Probleme, sämtliche Mitarbeiter zu erreichen.

Die Gründe dieser mangelhaften Mitarbeiterkommunikation haben jedoch mit Covid-19 nicht viel zu tun: Moderne Entwicklungen der Arbeitswelt wie mobiles Arbeiten oder Home-Office sowie unterschiedliche Jobprofile innerhalb eines Unternehmens wie Produktionsmitarbeiter oder Außendienstmitarbeiter ohne Schreibtisch sorgen für eine immer größere Verstreuung der Mitarbeiter an unterschiedlichen Standorten.

Veraltete Kanäle für die interne Kommunikation kommen da längst nicht mehr hinterher, es entstehen Kommunikationslücken. Die Führungskräfte zahlreicher Unternehmen haben schlicht den Anschluss verpasst und müssen nun ihre Strategie überarbeiten sowie ein neues Konzept der internen Kommunikation entwerfen.

Content – modern verbreiben

In den sozialen Medien ist visuelle Kommunikation nicht mehr wegzudenken.

Während jede neue Generation merklich mehr Videos konsumiert als die vorherige, hat eine von YouTube durchgeführte Umfrage ergeben, dass 50 % der User der „Generation Z“ nicht wüssten, wie sie ohne Videos durchs Leben kommen würden.

Die überwältigend breite Nutzung von Videos, sei es für die Unterhaltung oder zur persönlichen und Problemlösung, zeigt die weltweit größte Videoplattform YouTube Tag für Tag auf eindrucksvolle Weise.

Und auch im Bereich der Unternehmenskommunikation und insbesondere der internen Kommunikation erfreut sich Video-Content immer größerer Beliebtheit, zählt 2021 zu den großen Trends und sollte in jeder Strategie berücksichtig werden.

Ein kurzes Video der Führungskräfte zu einem bestimmten Thema lässt sich zum Beispiel im Zeitalter der Smartphones schnell und kostengünstig produzieren und verbreiten.

Es transportiert viel Inhalt in kompakter und effizienter Art und Weise und erzeugt auf authentische Art und Weise eine besondere Nähe innerhalb des gesamten Unternehmens.

Aus diesem Grund muss im unternehmensinternen Video-Content eine deutlich andere Sprache gesprochen werden als etwa in der externen Kommunikation.

Bewegtbild-Content ist in der Lage, Emotionen beim Konsumenten der Videos hervorzurufen, gleichermaßen wichtige Botschaften zu transportieren und auch komplexe Inhalte verständlich darzustellen.

Emotionale Inhalte mit Mehrwert

Die im oberen Punkt angesprochenen emotionalen Inhalte gewinnen immer mehr an Bedeutung und nehmen dadurch eine der zentralen Rollen innerhalb der internen Unternehmenskommunikation ein.

 

Emotionalität und Nähe werden durch authentischen Content aufgebaut.

 

Das Ziel Ihrer Strategie sollte es sein, ansprechenden Content zu entwickeln, der den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Mehrwert bietet.

 

Mit Content wie etwa digitalen Lehrinhalten, die Hilfestellungen für den täglichen Workflow bieten und neue Tools erklären, einem informativen Blog sowie von Mitarbeitern produziertem Content wie Mitarbeitervorstellungen oder auch Botschaften aus der Unternehmensführung werden Mitarbeiter gleichzeitig informiert und emotional angesprochen.

 

Kommunikation wird Teil der Unternehmenskultur. Eine Verbindung und ein starkes „Wir-Gefühl“ werden hergestellt.

 

Kommunikation auf Augenhöhe

Die Top-Down-Kommunikation von früher gehört der Vergangenheit an!

 

Interne Unternehmenskommunikation funktioniert nicht mehr länger nur in eine Richtung – von der Führungsebene ausgehend zu den hierarchisch auf einem niedrigeren Level angesiedelten Angestellten – sondern ebenfalls Bottom-Up, also von unten nach oben, als auch horizontal.

 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen ernst genommen und gehört werden.

 

Die bereits beschriebene Emotionalität und Nähe stellen Sie durch eine Kommunikationskultur her, in der jeder Mitarbeiter wichtig ist, den gleichen hohen Stellenwert und das gleiche Mitspracherecht in der internen Kommunikation hat. Das bedeutet, dass Führungskräfte Kommunikation auf Augenhöhe schaffen sollten,

in der jeder Mitarbeiter zu jedem Thema gleichermaßen Informationen beitragen kann.

 

Stellen Sie sicher, dass ein allgemein positives und vertrauensvolles Klima Teil der Unternehmenskultur wird, sodass Mitarbeiter darin bestärkt werden, Rückmeldungen, Kritik und Verbesserungsvorschläge auch an Führungskräfte zu äußern und damit aktiv an der Weiterentwicklung des Unternehmens teilzunehmen.

Fazit

Die interne Kommunikation befindet sich in einem Wandel, getrieben durch neue Tools, Medien und Technologien, aber auch gezwungen durch Veränderungen und Krisensituationen.

 

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