08
2021

Ich liebe die GfK – Gewaltfreie Kommunikation nach Dr. Marshall B. Rosenberg

Der Begründer der GfK wurde am 06. Oktober 1934 geboren. Nach einem Umzug in die Stadt Detroit/Michigan wuchs er als weißer „Jude“ in einem schwarzen Ghetto auf, in dem er schon früh Gewalt und Unterdrückung kennenlernte. Er erlebte als Neunjähriger die schweren Rassenkrawalle des Jahres 1943 mit Dutzenden von Toten in seiner unmittelbaren Nachbarschaft. Andererseits hatte er die Erfahrung in seiner Familie machen können, dass es Menschen gibt, die voller Freude andere Menschen unterstützen. Eine ihn tragende Frage entstand: „Warum ist das so, warum gibt es Menschen, wie meinen Onkel“, der die gelähmte sterbenskranke Großmutter pflegte, „und warum gibt es Menschen, die fähig sind, andere zu töten?“.

Eine Antwort suchte er in einem Studium der Psychologie. Ende der 50er Jahre arbeitete er als klinischer Psychologe und war in einem Forschungsprojekt von Carl Rogers tätig. Aber er war unzufrieden, denn er sah sich als Therapeut mit individuellen Symptomen der Klienten beschäftigt, deren Ursache er auf die gesellschaftlichen Strukturen, unsere Sprache und die Machtverhältnisse zurückführte. Er begann nach Formen zu suchen, die gewohnte Denk- und Machtstrukturen verändern kann und entwickelte eine Methode, die dazu beiträgt, sich selbst umzuerziehen. Daraus ist die Gewaltfreie Kommunikation entstanden.

 

Seit Anfang der 60er Jahre arbeitete er als freier Konflikttrainer und Konfliktmediator in Alltagskonflikten (innerhalb und außerhalb von Familien) sowie in Rassenunruhen und vielen, bürgerkriegsartigen Situationen u.a. in Afrika, Palästina, Israel, Malaysia aber auch im ehemaligen Jugoslawien.

Er gründete ebenfalls weltweit Schulen, die nach den Prinzipien der GfK arbeiten und bildete in den vergangenen Jahren auf allen Kontinenten über

350 zertifizierte Trainer für Gewaltfreie Kommunikation aus. Seine Ausbildung ist geprägt von der humanistischen Psychologie Carl Rogers, bei dem er auch promovierte. Später, als die Friedensarbeit für ihn immer wichtiger wurde, ließ er sich inspirieren von den Schriften Gandhis.

Rosenberg sagt selbst über die Gewaltfreie Kommunikation

„Mein Konzept beinhaltet nichts Neues. Alles, was in die GFK integriert

wurde, ist schon seit Jahrhunderten bekannt.

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