07
2021

Disruption: Mythos – Gespenst oder Realität?

Die ganze Welt (vielleicht ist das aber auch nur meine Realität?) redet von Künstlicher Intelligenz in Verbindung mit Disruption.

Sicher ist – das Business ändert sich. Die Geschäftsmodelle sollten möglicherweise überdacht werden.

Ich kann – ganz ehrlich – das KODAK Beispiel in diesem Zusammenhang nicht mehr hören. Klar hat Kodak das Thema Digitalisierung „verpennt“. Aber ist die Angst vor Disruption berechtigt? Oder nur ein Schreckensszenario von Disruptionsberatern?

Lasst uns das Thema mal auf dem Grund gehen. Wikipedia schreibt:

disruptive Technologien (oft auch „Disruptive Innovationen“; englisch to disrupt „unterbrechen“ bzw. „stören“) sind Innovationen, die die Erfolgsserie einer bereits bestehenden Technologie, eines bestehenden Produkts oder einer bestehenden Dienstleistung ersetzen oder diese vollständig vom Markt verdrängen und die Investitionen der bisher beherrschenden Marktteilnehmer obsolet machen.

Ich finde den Begriff „kreative Zerstörung“ (1942 der Ökonom Joseph A. Schumpeter) in diesem Zusammenhang auch noch ganz Chic. Clayton Christensen nannte es 1997 disruptive Innovationen und meinte damit radikale Neuerungen, welche bestehende Technologien, Prozesse, Produkte oder Geschäftsmodell vollständig verdrängen. Ich sag da mal #shithappens.

Aber das Ganze ist aus meiner Sicht Segen und Fluch zugleich.

Nutzen wir die Künstliche Intelligenz (KI) ist das sicherlich ein effektives Werkzeug zur Verbesserungen unserer Prozesse, Produkte und und/oder unserem Geschäftsmodell. Ist die Angst der Mitarbeiter „überflüssig“ zu werden, falsch? In Südkorea kommen auf 10.000 Arbeiter in der Produktion schon 710 Roboter. Das ist schon ganz ordentlich.

Ersetzt die KI (künstliche Intelligenz) unsere Mitarbeiter – und ist das gut oder ist das schlecht?

Ich nehme noch einmal das Schwarmwissen von Wikipedia in Anspruch:

Künstliche Intelligenz (KI), auch artifizielle Intelligenz (AI bzw. A. I.), englisch artificial intelligence (AI bzw. A. I.) ist ein Teilgebiet der Informatik, das sich mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens und dem maschinellen Lernen befasst. Der Begriff ist schwer definierbar, da es bereits an einer genauen Definition von „Intelligenz“ mangelt. Dennoch wird er in Forschung und Entwicklung verwendet.

Anders ausgedrückt, alles was sich „stumpf“ wiederholt kann man so einem Lernprozess unterziehen.

Doch zurück zu dem Gespenst und der Frage wann geschieht wirklich DISRUPTION und wann ist die KI (künstliche Intelligenz) nur eine Anpassung/Erweiterung des Marktes?!

  • Schafft CarSharing das Auto wirklich ab?
  • Werden Kryptowährungen gewinnen?
  • 3D gedruckte Häuser?
  • Beratung über eine digitale Assistenz?
  • Bildung (KI basierte Mediatheken?)
  • Unterhaltung (Youtube, Netflix, Spotify)
  • Tourismus (AirBnB, Bots statt Apps)

Ich denke es gibt nicht nur eine Antwort auf all diese Fragen! Wir werden die rasanten Entwicklungen auf den Märkten und in den Unternehmen weiter beobachten können.

In dem Buch „Digital Disruption: Wie Sie Ihr Unternehmen auf das digitale Zeitalter vorbereiten“ von    Kurt Matzler, Franz Bailom, Stephan Friedrich von den Eichen, Markus Anschober, werden ganz konkrete Branchen, die in den nächsten 10 bis 20 Jahren durch die Digitalisierung verschwinden bzw. durch Algorithmen ersetzt werden, genannt:

 

  • Erstellung von Steuererklärungen (99 Prozent)
  • Kreditanalysten (98 Prozent)
  • Buchhalter und Auditoren (94 Prozent)
  • Versicherungsmakler (92 Prozent)
  • Immobilienmakler (86 Prozent)
  • VorstandssekretärInnen und -assistentInnen (86 Prozent) …“

 

Das ist zum Teil ja auch schon gelebte Praxis. Ich bin Buchhalter und wir nutzen alle digitalen Möglichkeiten – wir nennen das Buchhaltung auf Knopfdruck.

 

Weil mich das Thema so fasziniert hat, habe ich meine „bodenständige Kanzlei aus NRW“ aufgelöst. Wir sind nur noch digital unterwegs – mit Homeoffice zu 100% – keine Aktenübergaben mehr, nur noch virtuelle Meetings.

 

Grundvoraussetzung: klare Kommunikation und Einbindung aller Menschen um uns herum.

Egal wie sehr sich unsere Welt verändert – Menschen brauchen Menschen, auch wenn es um digitale Umstellung und KI Prozesse geht.

 

#shithappens #Disruption

 

 

 

 

Kategorisiert in: