Schwarzarbeit in der Gastronomie soll noch intensiver bekämpft werden

Schwarzarbeit in der Gastronomie soll noch intensiver bekämpft werden

Schwarzarbeiter und Ihre Auftraggeber schädigen alle: Sie betrügen die Sozialversicherung, hinterziehen Steuern, gefährden Arbeitsplätze. Kein Unternehmen, das Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ordentlich beschäftigt, kann gegen Schwarzarbeit konkurrieren.

Die Zahlen des Zolls belegen eine erfolgreiche Arbeit. Rund 6.500 Zöllnerinnen und Zöllner der „Finanzkontrolle Schwarzarbeit“ gehen gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung vor. Tag für Tag kontrollieren Sie Baustellen, Restaurants, Reinigungsbetriebe und andere Firmen. Im Jahre 2009 befragten die Bediensteten rund 473.000 Personen, prüften 51.600 Arbeitgeber und schlossen 165.500 Straf- und Bußgeldverfahren ab.

Es geht allerdings nicht nur um Schwarzarbeiter im eigentlichen Sinne, sondern auch um die Nichteinhaltung der » Mindesttarife (Sozialversicherungsbetrug!)

Hier die beiden Änderungen aus dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz, für Sie im Überblick:

Ausweispapiere müssen mitgeführt werden
Hier werden alle Arbeitnehmer, die in besonders schwarzarbeitsanfälligen Branchen arbeiten, verpflichtet, ihre Ausweispapiere (z. B Personalausweis) mitzuführen. Besonders anfällige Branchen sind aus Sicht der Bundesregierung die Baubranche, das Taxigewerbe und die Gastronomie. Als Arbeitgeber werden Sie zukünftig verpflichtet sein, das Mitführen der Ausweise zu prüfen.

Sofortmeldung an Rentenversicherungsträger
Die zweite wesentliche Änderung betrifft das Vierte Buch Sozialgesetzbuch. Danach werden Sie als Arbeitgeber seit dem 1.1.2009 verpflichtet sein, jede neu beginnende Beschäftigung via Internet an den Rentenversicherungsträger als so genannte "Sofortmeldung" zu übermitteln. Damit soll das bei Schwarzarbeiterkontrollen in der Praxis häufig anzutreffende Argument, dass der Mitarbeiter noch angemeldet werden soll, ausgehebelt werden.

 

Informationen gefällig?  Info Schwarzarbeit

Das Ausmaß der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung in Deutschland ist bedrohlich. Schätzungen zufolge wurden im Jahr 2009 rund 350 Mrd. Euro schwarz erwirtschaftet. Das wäre fast jeder siebte Euro.

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